Dominik Unger

Profischwimmer Dominik Unger hat nur ein Ziel vor Augen: Olympia. Der Weg dorthin: Hartes Training, motiviert durch pure Leidenschaft. Das ist seine Geschichte.

Warum Schwimmen?
Ich schwimme, seit ich klein bin und habe mein ganzes Leben auf diesen Sport ausgerichtet. Das alles nur, weil ich auf das eine Ziel hinarbeite: Ich will schneller und besser werden. Ich will Rekorde brechen. Kurz: Ich will „Olympia“!

Du hast dir ein hohes Ziel gesteckt. Wie willst du dieses erreichen? 
Indem ich mich auf meine Leidenschaft fokussiere. Selbstverständlich gehören auch harte Trainingseinheiten dazu. Ich trainiere zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche. Schwimmer brauchen nicht nur Ausdauer, sondern auch Kraft in den Armen, was für mich zwei bis dreimal zusätzliches Krafttraining die Woche bedeutet.

Auf welche Schwimmstile konzentrierst du dich? 
Freistil und Flossenschwimmen sind meine Stärken. Auf sie setze ich! 

Wie motivierst du dich in den harten Trainingsphasen, immer dein Bestes zu geben? 
Es ist bei Gott nicht leicht, jeden Tag um 07:00 Uhr morgens ins kalte Wasser zu springen. Aber ich fühle mich nach jeder Trainingseinheit wie neu geboren und bin fit für den Tag. Wenn mein Körper schmerzt und ich um jeden Meter kämpfen muss, versuche ich meine Trainingseinheiten als Test zu sehen – als Prüfung, die ich bestehen muss. 

Bereitest du dich neben den körperlichen Trainingseinheiten auch mental auf deinen nächsten Wettkampf vor? 
Vor einem Wettkampf halte ich mir meine Ziele vor Augen. Überlege mir, wo ich noch Zeit rausschlagen könnte und visualisiere den Wettkampf. Ich bin nervös aber versuche das eine Gefühl hervorzurufen: Wie fühlt sich der Sieg an?

Und wie fühlt sich der Sieg an?
Der Moment, in dem ich anschlage und sehe, dass ich eine super Zeit geschwommen bin, motiviert mich täglich alles zu geben. Ich fühle mich frei und habe so viel Energie im Körper, dass ich das Gefühl habe, ich könnte noch einen Wettkampf schwimmen.

Welche Gedanken gehen dir in den Momenten kurz vor dem Startsprung durch den Kopf? 
Die Nervosität verblasst total. Ich bin fokussiert, aktiviert und spüre die Energie in meinem Körper. Außerdem motiviere ich mich noch, indem ich mir selbst sage: „Ich kann das. Ich schaffe das!“

Gibt es ein persönliches Ritual, das du vor dem Absprung machst? 
Ja, das gibt es tatsächlich. Ich klopfe mit dem rechten Bein gegen den Sprungaufsatz und schlage mit der Faust gegen meine Brust.

Würdest du anderen empfehlen, diesen Sport zu machen? Wenn ja, warum? 
Auf jeden Fall. Schwimmen treibt mich nicht nur täglich zu körperlicher Fitness, sondern auch zu mentaler Stärke an. Man braucht Konzentration und Durchhaltevermögen. Außerdem ist es, neben einem perfekten Ausgleich zum Alltag, eine der wenigen Sportarten, die nicht vom Wetter abhängig ist.

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